Der Gemeinsame europäische Referenzrahmen für Sprachen, kurz GER, ist die Basis für für die Entwicklung gemeinsamer Lehrpläne, Lehrwerke und Sprachprüfungen. Der GER unterscheidet die folgenden Kompetenzniveaus:
Für jede Niveaustufe gibt es sogenannte Kann-Beschreibungen, aus denen hervorgeht, was ein Lerner auf dieser Niveaustufe schon „kann“. Zum Beispiel gilt (verkürzt) für das Hörverstehen auf der ersten Niveaustufe A1: „Ich kann vertraute Wörter und ganz einfache Sätze verstehen, vorausgesetzt es wird langsam und deutlich gesprochen.“ In der Kann-Beschreibung für einen Lerner auf dem Niveau C1 heißt es: „Ich kann längeren Redebeiträgen folgen. Ich kann ohne große Mühe Fernsehsendungen und Spielfilme verstehen.“ Diese Beschreibungen sind im original viel ausführlicher. Damit können die Kompetenzen der Lerner transparent dargestellt und die Ergebnisse von Sprachprüfungen vergleichbar gemacht werden.
Genau das ist das Ziel des Referenzrahmens: objektive Kriterien für die Beschreibung von Sprachkompetenz bereitstellen, um die gegenseitige Anerkennung von Qualifikationsnachweisen zu erleichtern und die Mobilität in Europa zu fördern. Den Originaltext und weiteres Material rund um den Referenzrahmen gibt es beim Council of Europe.
Welche Möglichkeiten bietet der Referenzrahmen für Sprachenlerner? Prof. Dr. Rüdiger Grotjahn lehrt am Seminar für Sprachlehrforschung der Ruhr-Universität Bochum und ist Spezialist für das Thema Testen und Prüfen. Auf der nächsten Seite kannst du sein Statement nachlesen.