12.11.2010
Beim Tandemlernen üben zwei Lerner mit unterschiedlicher Muttersprache gemeinsam die Sprache des Tandem(-partners). Wer Grundkenntnisse in der Zielsprache mitbringt, kann von einem solchen Sprachtandem profitieren, um die eigenen Sprachkenntnisse mit einem Muttersprachler zu erweitern. Etwas ähnliches gibt auch für ganze Schulklassen: eTwinning, das Netzwerk für Schulen, verbindet Schüler in ganz Europa.
Wie könnte man eine Sprache besser lernen, als zusammen mit einem Muttersprachler? Eben. Korrekte Aussprache und kulturelle Besonderheiten lassen sich am einfachsten lernen, wenn man mit jemandem üben kann, der die Sprache die man lernen möchte als Muttersprache spricht. Wie ein Sprachtandem ganz allgemein funktioniert, könnt ihr unter Tandemlernen nachlesen.
Auch für ganze Schulkassen gibt es inzwischen Tandemprogramme. Eins davon ist eTwinning. Das „e“ steht für elektronisch und „Twinning“ für Partnerschaft. Ziel des Projekts ist es, virtuelle Schulpartnerschaften in Europa zu fördern. Schulen aus 31 Ländern sind bislang auf der eTwinning-Plattform vertreten und arbeiten mit ihren Partnerschulen an gemeinsamen Projekten. Dazu nutzen sie den TwinSpace – einen virtuellen Klassenraum, indem die Schüler zum Beispiel E-Mails verschicken, in Foren und in Chats diskutieren, Projektkalender führen, Fotogalerien erstellen und Arbeitsergebnisse einstellen können. Hier erklären Schüler und Lehrer aus Bremen, wie eTwinning funktioniert und hier gibt es eine Übersicht aller eTwinning-Projekte in Europa.
In Deutschland wird eTwinning von Schulen ans Netz e.V. koordiniert. Dazu gehört die Betreuung der deutschen Schulen, die eTwinning nutzen, inklusive der Vermittlung von Partnerschulen, Beratung für die Nutzung der Plattform sowie Fortbildungen, Seminare und Konferenzen für Lehrer. Weitere Infos unter eTwinning.de.