17.01.2011
Das „Europäische Sprachensiegel“ wird seit 1999 von der EU-Kommission in Deutschland vergeben. 15 Projekte aus dem Bereich des Lehrens und Lernens von Fremdsprachen haben in diesem Jahr die Chance, das Zertifikat zu ergattern.
2011 wird der Wettbewerb zum Thema „Sprachenlernen in der Gemeinschaft – Ressourcen nutzen und Kompetenzen ausbauen" veranstaltet. Ziel ist es laut Ausschreibung, „solche Projekte zu identifizieren und zu prämieren, die auf nachahmenswerte und innovative Weise Menschen an das Fremdsprachenlernen heranführen, Fremdsprachenkenntnisse auf den unterschiedlichen Ebenen vermitteln bzw. sich für eine Verbesserung des Fremdsprachenunterrichts auf Beispiel gebende Weise engagieren.“
Die eingereichten Projekte müssen sich auf das aktuelle Thema beziehen und sollten nicht älter als zwei bis drei Jahre alt sein. In den Ausschreibungsunterlagen finden sich Beispiele für Projekte, die für eine Bewerbung in Frage kommen. Dazu gehören Projekte mit einem Fokus auf die Mehrsprachigkeitsdidaktik. Gemeint sind damit Initiativen, die zeigen, „auf welche Art und Weise Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Dozentinnen und Dozenten sowie Lehrkräfte in der Erwachsenenbildung die vorhandene sprachliche Vielfalt im Unterricht berücksichtigen können.“ Außerdem können Projekte eingereicht werden, die darauf ausgerichtet sind, mehrsprachiges Personal gezielt zu fördern oder die darauf abzielen, Menschen mit anderer Muttersprache als Deutsch am gesellschaftlichen Leben in Deutschland teilhaben können.
Anmeldeschluss für Projektbewerbungen ist am 9. Mai. Die 15 Preisträger werden von einer Expertenjury ausgewählt und Ende August schriftlich informiert. Die Preisverleihung findet im Herbst in Wien statt. Hier gibt es weitere Informationen zur Ausschreibung und zur Bewerbung.
Die Projekte, die von der Jury ausgewählt werden, bekommen ein Zertifikat „Europäisches Sprachensiegel 2011" und können mit dem Logo für ihre Initiative werben. Zudem bekommt jedes ausgezeichnete Projekt 500 Euro Preisgeld.