Sprachtests vor dem Ausland

Sprachtests vor dem Auslandssemester.

Neue Freunde, eine völlig ungewohnte Umgebung und jede Menge Sprachbarrieren - ein Auslandssemester ist in erster Linie ein großes Abenteuer. Ohne sorgfältige Organisation vor der Reise geht nichts. So sind etwa für die meisten Austauschprogramme bestimmte Sprachnachweise Voraussetzung: TOEFL, IELTS, GEMAT – bei so vielen Abkürzungen kann man schnell den Überblick verlieren. Wir stellen euch die wichtigsten Sprachtests vor.

TOEFL

Für Sprachaufenthalte im englischsprachigen Raum ist in vielen Fällen ein TOEFL-Test unumgänglich. Er zertifiziert Englischkenntnisse auf Universitätsniveau. Soll heißen: Wer den TOEFL-Test bestanden hat ist in der Lage auch wissenschaftliche Vorlesungen an seiner Gastuniversität problemlos zu verstehen. Das Praktische am TOEFL-Test: Die Vorbereitungskurse können online absolviert werden, zusammen mit den zur Verfügung gestellten Materialen.
Ein TOEFL Test sollte nicht ohne intensive Vorbereitung absolviert werden. Das Niveau ist hoch und mit rund 200 Euro ist er nicht gerade billig, vor allem wenn man ihn nicht besteht. Die TOEFL-Tests können nicht an den Universitäten selbst abgelegt werden, sondern müssen in den offiziellen Sprachzentren zu bestimmten Terminen gemacht werden. Deshalb setzt der TOEFL-Test einiges an Organisationsmühen voraus. Am besten frühzeitig informieren. Aber Vorsicht: Der TOEFL-Test gilt nur in den USA, Kanada, Neuseeland und Australien jedoch nicht in England. Das britische Pendant ist der IELTS-Test.

GMAT

Wer nicht nur ein Semester studieren will, sondern einen MBA (Master of Business Administration) im Ausland anstrebt braucht den GMAT-Test als Nachweis über Sprach- und Studienkenntnissen. Der GMAT ist ein standardisierter Test, der den Prüfling vier Stunden lang in die Mangel nimmt. Alle Wissensfelder werden auf Englisch abgefragt. Der GMAT ist kein Sprachtest im eigentlichen Sinne, setzt aber einwandfreie Englisch-Kenntnisse voraus. Auch hier geht ohne intensive Vorbereitung nichts. Ein spezieller Kurs garantiert eine hohe Punktzahl. Diese ist ausschlaggebend für die Aufnahme an bestimmten Universitäten. Der GMAT-Test kostet ebenfalls rund 200 Euro.

DELF/DALF/DELE

Wer in Frankreich oder Spanien studieren will, braucht in der Regel ebenfalls einen Nachweis über bisherige Sprachkenntnisse. Oft ist nach dem offiziellen Referenzrahmen ein Niveau von C1 notwendig. Besonders kleinere Universitäten geben sich aber oft auch mit einem B2-Diplom zufrieden. Die einfachste und kostengünstigste Variante ist für Frankreich der DELF/DALF Test. Spanischkenntnisse kann man offiziell im Rahmen des DELE nachweisen. Alle drei Tests werden von offiziellen Behörden anerkannt. Das Gute: Unterschiedliche Stufen überfordern niemanden. Schüler können die Tests während ihrer Schulzeit absolvieren. Allen anderen steht deutschlandweit eine Reihe von Terminen zur Verfügung. Die Preise variieren je nach Niveau.

Wer seinen bestandenen Sprachtest in der Tasche hat, kann loslegen – ein Auslandssemester ist schließlich eine einmalige Gelegenheit. Er schützt aber nicht vor der ein oder anderen sprachlichen Verwechslung. Muss er aber auch nicht: Schließlich macht eine Sprache lernen erst in der Praxis richtig Spaß!

Die Autorin Teresa Harbeck hat während ihres Studiums der Politikwissenschaften TOEFL- und DELE-Test erfolgreich absolviert.